
Ich zehre immer noch sehr von den Erlebnissen auf der Vivaness & Biofach in Nürnberg und will euch nun endlich den ersten Teil meiner Highlights vorstellen. Wie immer natürlich vegan und tierversuchsfrei. Und diesmal ist außerdem alles Naturkosmetik.

Dekorative Naturkosmetik findet sich auf der Vivaness leider nicht so zahlreich. Die meisten Aussteller sind auf Pflege spezialisiert. Deshalb war eine meiner Pflicht-Anlaufstellen die litauische Marke Uoga Uoga, die zwar auch Pflege im Sortiment hat, hier in Deutschland aber eher durch ihre dekorative Kosmetik bekannt ist. Ich lernte die Produkte letzten Mai durch einen Besuch bei Hilla Naturkosmetik kennen. Seither ist das vegane Rouge “That Real Rose” in regelmäßiger Benutzung. Auf der Vivaness konnte ich viele neue Produkte und auch die neuen Umverpackungen anschauen. Die Optik spricht mich sowas von an. 😀 In hochwertige Pappe eingeschlagen, mit kleinen roten und schwarzen Illustrationen und in der Verpackung findet sich ein kurzes Gedicht. Litauen liegt an der Ostsee und da in den Produkten Bernstein verarbeitet ist, ist auch das Design ein wenig maritim. Neben den schwarzen Wellen, habe ich schon rote Möwen und einen roten kleinen Anker entdecken können. Niedlich und trotzdem nicht kitschig.

Neu von Uoga Uoga sind zwanzig Lidschatten. Zwanzig! Genauer angeschaut habe ich mir allerdings nur drei davon, die ich mit heim nehmen durfte. Als ich “just one sip” sah, schaltete bei mir alles aus und ich hatte nur noch Augen für diesen wundervollen, matten, weinroten Lidschatten. Der stellt für mich alle anderen in den Schatten. Auf dem Swatch seht ihr aber auch noch “smiling deer”, ein mattes, recht neutrales Braun, was sich nicht nur als Lidschatten gut macht, sondern ebenfalls ein tolles Augenbrauenpuder ist. Und “gold mine”, ein intensives Gold, welches solo aber auch über einen anderen Lidschatten getragen, super aussieht. Die Lidschatten kosten jeweils 12,90 Euro.
Ebenfalls auf dem Swatch-Foto zu sehen, ist das Rouge “Peachy”, welches mir – trotz kühlem Hautton – gut steht.

Die Mineral Foundation “never sleeping beauty”, ist der hellste Ton von Uoga Uoga. Dieser hier ist gelbstichig, es gibt allerdings noch einen rosastichigen. Da die Textur so leicht ist und das Puder keine all zu hohe Deckkraft hat, geht für mich der Gelbstich aber in Ordnung. Im Moment ist diese Foundation mein Alltagsprodukt, wenn mir die von Angel Minerals zu intensiv ist. Ich mag, dass Uoga Uoga Reispuder in die Mineralprodukte mischt. Dadurch empfinde ich die Textur als sehr viel weicher und seidiger auf der Haut.

Neversleeping beauty smiled.
Neversmiling beauty slept.
I wept as a child
then i laughed
and then I woke up.

Wir bleiben vorerst im Norden. Am Stand von Kivvi trafen wir auf Sirkku (Hilla Naturkosmetik), die uns direkt einen skandinavischen Johannisbeerwein anbot, der fruchtig-süß schmeckte und Henrik ein bisschen traurig wurde, als er erfuhr, dass es diesen leider nicht in Deutschland gibt. Falls ihr gute Johannisbeerweine kennt, hinterlasst ihm in den Kommentaren doch bitte einen Tipp. 🙂
Die Produkte der lettischen Marke Kivvi waren hier ja schon häufiger Thema und besonders mit den Tonern habe ich in Kivvi eine meiner Lieblingsmarken gefunden. Da habe ich natürlich aufgehorcht, als auf der Vivaness die neue Serie “Ribes Nigrum” (Schwarze Johannisbeere) vorgestellt wurde. Insgesamt umfasst diese sechs Produkte (Tages- sowie Nachtcreme, Augencreme, Reinigungsschaum, Toner und Gesichtspeeling) für die Haut ab 25. Ein paar Pröbchen der Augencreme hat sich Henrik mitgenommen, da er besonders um die Augen herum mit trockener Haut zu kämpfen hat. Für mich ist die Reihe eher weniger gedacht (Mischhaut).

Lucia von Finigrana lernte ich bereits auf der Vivaness 2015 kennen und da sie mir so sympathisch ist und ich seitdem die minimalistischen Finigrana-Produkte immer wieder im Freundes- und Bekanntenkreis empfehle, war der Stand ein absoluter Pflichtbesuch. Finigrana hat neben unterschiedlichen Aleppo-Seifen, auch Öle und Buttern im Sortiment. Die Sheabutter und vor Allem die “Sheakolade” sind in meiner Körper- und Haarpflege nicht mehr wegzudenken.
Neu sind drei Gesichtsöle, die eine sehr gute Basis bilden, aber auch in Cremes, Lotionen und Co gemischt werden können, um diese reichhaltiger und pflegender zu machen. Ich mag das Konzept gern, da Öle so vielseitig sind und es auf diese Weise möglich ist eine Tagescreme mit wenigen Tropfen Öl zu einer Nachtcreme zu machen. Ich nutze die Öle aber ebenfalls gerne solo, über ein Hydrolat, über ein Fluid oder Serum und für die Haarspitzen. Das kleine Set mit drei Fläschchen (je 10 ml Inhalt) kostet 9,95 Euro. Einzeln sind die Öle in größeren Flaschen mit 100 ml Inhalt zwischen ungefähr 10 und 17 Euro erhältlich.
Jojoba-Öl, Olivenöl und auch das Erdmandelöl sind aus biologischer Herstellung und kaltgepresst.

Ein weiteres Highlight war für mich das Treffen mit Claudia Schaaf von Salon 2 in Köln. Sie schminkte live auf der Vivaness-Bühne. Einen ihrer Auftritte, hatte ich euch in Videoform bereits gezeigt. Da sie kürzlich ihre eigene vegane Pinselserie lancierte, durfte ich mir diese bei einem netten Plausch ansehen. Man merkt Claudia an, dass in ihren Pinseln Herzblut steckt und sie als Green Make Up Artist natürlich ganz genau weiss, was ein Werkzeug für sie können muss. Ihre Pinsel tragen das Label “Perfectly Imperfect”, etwas was Claudia selbst immer wieder ihren Kunden und Kundinnen vermitteln möchte. Sich selbst lieben, mutig sein. Und letztlich ist Make Up nur in bisschen Farbe im Gesicht, wie sie so schön sagte. Damit die Pinsel erschwinglich bleiben, war ihr die faire Preisgestaltung sehr wichtig. So liegen die Pinsel alle zwischen 12 und 30 Euro.

Ich weiss schon, dass ein paar der Pinsel dieses Jahr in meinen Einkaufskorb landen werden. Mein Highlight war aber ganz schnell gefunden. Seit wenigen Monaten traue ich mich immer wieder mit auffälligeren Lippenfarben vor die Tür und da braucht es einen treuen Begleiter mit dem ich mal eben unterwegs die Farbe nachziehen kann. Zwar habe ich bereits einige andere Lippenpinsel hier, aber entweder sind sie nicht reisetauglich, da in keiner Hülse, oder sie sind wahnsinnig schlecht verarbeitet und Form und Haar sind murks. Das hatte mich ziemlich frustriert. Der Perfectly Imperfect-Lippenpinsel war schon ein bisschen Liebe auf den ersten Blick. Der runde Schnitt. Nicht zu klein, nicht zu groß. Das schöne Design. Und der Pinsel verschwindet in der Hülse für unterwegs. Jetzt steht den bunten Lippen nichts mehr im Weg.
Ganz bald geht es hier weiter mit dem zweiten Teil meiner Highlights. Und eine Podcast-Folge habe ich auch noch in petto!
WERBUNG: Für den Bio-Blog habe ich bereits letzte Woche einen Neuheiten- und Highlights-Artikel zur Vivaness und Biofach geschrieben. Der Fokus lag hier auf vegane Naturkosmetik und vegane Lebensmittel, die im Denns Biomarkt erhältlich sind.

