
Was für ein seltsames Gefühl. Ich bin seit so vielen Jahren mit diesem Blog verwachsen, dass es sich ganz fremd und irgendwie auch etwas ungewiss anfühlt. “Es” ist diese lange Blogpause, die ich mit kurzen Unterbrechungen seit Monaten nun schon durchziehe. Und das nicht mal gewollt. Es ist einfach passiert. Und die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Um die soll es gar nicht gehen. Für mich kamen in dieser Zeit aber sehr viele Fragen auf, die ich mir länger nicht mehr stellte. Und ehrlicherweise sogar reichlich Zweifel. Wo will ich hin? Und wie?
Die Blogwelt hat sich in den letzten Jahren so stark verändert, dass ich oft den Druck hatte mich mit ihr verändern zu müssen. Veränderungen sind nicht schlecht. Als Bloggerin ernst genommen zu werden und sogar meinen Lebensunterhalt damit verdienen zu können, sind Veränderungen die mich weitergebracht haben. Mittlerweile erscheint mir die Blog-Szene jedoch so sehr durchkommerzialisiert, dass eine große Kluft zwischen kleinen Indie-Blogs und großen Kommerz-Blogs entstanden ist. Ich hatte Zweifel und vielleicht sogar Komplexe, weil ich nicht die Art Bloggerin bin, die gerade so erfolgreich und angesagt ist. Die die um die Welt reist, deren Tag anscheinend mehr Stunden als meiner hat, mit einem eigenen Stylisten und Fotografen an der Seite und wo jeder Schritt von irgendeiner großen Marke unterstützt wurde. Die die locker Model in irgendwelchen Magazinen sein könnte, deren Lippen aufgespritzt sind, damit die angesagten Liquid Lipsticks auf den Instagram-Fotos besser zur Geltung kommen.
Ich bin halt schüchtern, moppelig, reise nicht gerne und verbringe meine Zeit am Liebsten mit den Katzen vorm PC.
Manchmal braucht man womöglich eine Pause, wenn man an sich zweifelt, weil man kein Instagram-Model ist und deshalb ins Schleudern gerät, um am Ende aber zu begreifen, wie gut es ist man selbst zu sein.
Entschuldigt meine Abwesenheit, entschuldigt mein Straucheln. Ich bin jetzt wieder okay. 🙂 Und mir war wichtig, euch zu erinnern, dass wir alle mal zweifeln und es in Ordnung ist, sich Zeit für eine große Packung “Self Care” zu nehmen und alles zu tun, um diesen elenden Druck zu verlieren. Ich bin froh und dankbar über das alles hier und bin wieder zurück auf meinem Weg.

