Selten können mich Videospiele so sehr begeistern, dass ich sie mehrmals spiele. Die Titel großer Studios langweilen mich eher. Mein Fokus liegt daher auf der Indie-Ecke, die es regelmäßig schafft, mich zu fesseln und mit innovativen, nicht massentauglichen Ideen und Mechaniken zu locken. Neu unter meinen liebsten Spielen ist “Oxenfree”. Es ist das erste von Night School Studio, die zum Teil zuvor für Telltale entwickelt haben. Meine Erwartungen waren daher hoch, denn Telltale ist für gute Storylines bekannt. Vielleicht kennt ihr das “The Walking Dead”-Adventure von Telltale und seid genauso von Clementine verzaubert wie ich.

Trotzdem. Oxenfree ist anders und für mich unglaublich besonders. Ich spielte es an einem Samstagabend in einem Rutsch durch, um es am Sonntag direkt ein zweites Mal zu spielen. Für ein paar Achievements, aber auch für die Story, die sich mir nach dem zweiten Mal noch genauer offenbarte. In Oxenfree spielen wir Alex, die zusammen mit ihrem neuen Stiefbruder und einigen alten Freunden auf einer Insel, die eine ehemalige Militär-Basis ist, feiern möchte. Schnell wird deutlich, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Kulissen sind liebevoll gestaltet und die Synchronisation lässt die Figuren so echt und nachvollziehbar erscheinen, dass ich innerhalb kurzer Zeit abtauchen konnte. Ich komme mir vor, als ob ich die Gruppe von weiter weg von Büschen, Türmen oder Häuserecken aus beobachten und begleiten würde.
Euch könnte Oxenfree gefallen, wenn ihr storylastige Indie-Adventure, Coming-of-Age-Geschichten, die Serie “Stranger Things”, das Spiel “Life is Strange” und generell mysteriöse Thriller mögt. Vielleicht würdet ihr euch auch an die Scooby Gang aus “Buffy – Im Bann der Dämonen” erinnert fühlen.

Während der zweiten Spielrunde wollte ich unbedingt irgendetwas dazu schminken, denn die vorherrschenden Farben und Formen boten sich schon fast aufdringlich an. Die Protagonistin Alex hat türkis-gefärbte Haare und eine rote Jacke an. Überall im Spiel tauchen Dreiecke auf. Die Farben sind eine ungewöhnliche Kombination am Auge, finde ich. Der Kontrast gefällt mir wahnsinnig gut und ich kann mir vorstellen, dass beide Farben zu dunkelbraunen Augen noch stärker im Fokus stehen.
Das Dreieck wollte ich unbedingt einbauen, bekam aber erst während des Schminkens die finale Idee dafür. Ich platzierte die schwarzen Dreiecke direkt über der Lidfalte. Dadurch sieht es beinahe so aus, als würde ich einen normalen dicken Lidstrich tragen. Sobald ich meine Augen schließe, wird aber deutlich, dass es sich dabei nur um die Dreiecke handelt.

Gemalt habe ich die Dreiecke mit dem schwarzen flüssigen Eyeliner von Terra Naturi (vegan, tierversuchsfrei, BDIH-Naturkosmetik). Er trocknet zügig an und hält Wasser zwar nicht Stand, ist aber immerhin durch Reibung nicht zu leicht zu entfernen. Die Spitze des Eyeliners ist sehr schmal, was feine Linien möglich macht. Als Mascara diente mir die Glam & Doll – Curl & Volume Mascara von Catrice (vegan, tierversuchsfrei, keine Naturkosmetik). Sie ist zwar nicht wasserfest, macht aber sehr voluminöse und tiefschwarze Wimpern. Die Lidfalte habe ich ein wenig schattiert, um dem Augen-Make-up etwas mehr Tiefe zu verleihen. Dafür nutzte ich den schwarzen Mineral Lidschatten Nummer 106 von Chrimaluxe Minerals (vegan, tierversuchsfrei, Mineral-Kosmetik). Der ist wundervoll, auch wenn er hier so sparsam verwendet wurde, dass er kaum auffällt. Ich habe genau ihn ausgewählt, da er mindestens so viel schimmert wie die restlichen Farben auf dem oberen Lid. Solo aufgetragen hört er nicht mehr auf zu funkeln!

Auf dem restlichen oberen Lid habe ich zwei Lidschatten miteinander vermischt. Dafür habe ich zwei alte Manic Panic-Paletten heraus gekramt, die ich schon beinahe vergessen hatte. Sie kamen vollständig zerbröselt bei mir an. Das Make-up war meine Motivation die Lidschatten endlich wieder neu in ihre Pfännchen zu pressen. Es handelt sich dabei um die Eyeshadow Color Cassettes von Manic Panic (vegan, tierversuchsfrei, keine Naturkosmetik), die es so vermutlich nicht mehr zu kaufen gibt. Schade, denn die Verpackung ist wundervoll und passt auch noch gut zu Oxenfree, das so sehr nach Oldschool Teen Horror schreit, auch wenn es in der heutigen Zeit spielt. Einer der Charaktere hat eine Garage-Band, die “Redheaded Bedwetters”. Das Demo-Tape ist eine alte Kassette, wie die von Manic Panic. Genutzt habe ich das Smaragdgrün und helle Blau, beide stark mit einem Pearl-Finish und nicht zickig im Auftrag. Mir ist aber aufgefallen wie sehr sie nach Schminke aus der Kinderspielzeugabteilung riechen. Echt unangenehm. Ich habe beide miteinander vermischt um den Farbton zu erhalten, der den Haaren von Alex am Nächsten kommt.

Unter dem Auge habe ich das matte Rot namens “Just One Sip” von Uoga Uoga (vegan, tierversuchsfrei, Naturkosmetik) verwendet. Ich habe den Lidschatten im Rahmen der diesjährigen Vivaness von Uoga Uoga geschenkt bekommen.

