Ich möchte kaum aussprechen, was ich bereits alles in meine Haare schmierte, in der Hoffnung, ich würde was Neues für mich entdecken. Kürzlich schnappte ich auf, dass es wohl möglich sei, sich mit Kokosmilch und Aloe Vera die Haare zu waschen. Ich bin zu neugierig, um das nicht zu versuchen, obwohl ich vorher ahnte, dass es Haare mit meiner Struktur nicht säubern würde können.
Überraschung! Hat wirklich nicht geklappt. Vielleicht funktioniert es bei Menschen mit sehr kurzen Haaren oder starken Locken, die zum Beispiel gute Erfahrungen mit ”Conditioner Only” gemacht haben.
Was ich aber nicht abstreiten kann, ist die Pflegewirkung der Mischung, die ich euch nachfolgend ans Herz legen möchte.

Rezept
- 80 Gramm Kokosmilch (zum Beispiel aus der Dose von Alnatura, die hat nämlich einen 60% Kokosanteil)
- 40 Gramm Aloe Vera Gel
- wenige Teelöffel Haarkräuter nach Wahl
Kokosmilch und Aloe Gel vermische ich mit einer Auswahl an Kräutern. Ich habe mich zuletzt zum Beispiel für Ringelblume, Brennnessel und Schachtelhalm entschieden. Und fertig ist die Haarkur eigentlich schon. Meine Mengen beziehen sich auf eine kleine Pralinenform aus Silikon. Darin friere ich die Haarpralinen ein und habe sie auf diese Weise lange haltbar und leicht portionierbar gemacht. Eiswürfelbehälter oder Ähnliches funktionieren natürlich genauso gut.
Optional passt ein bisschen Öl sehr gut in die Mischung.
Anwendung
Am Abend vor der Haarwäsche, nehme ich eine Haarpraline aus dem Eisfach und lasse sie im Kühlschrank auftauen. Am nächsten Morgen wasche ich mir wie üblich die Haare. Am Liebsten mit Lavaerde. Noch unter der Dusche, direkt nach dem auswaschen der Erde, verteile ich die geschmolzene Haarpraline auf der Kopfhaut und im Haaransatz. Die Einwirkzeit sollte mindestens fünf Minuten betragen, manchmal lasse ich die Haarkur aber auch für eine Stunde oder länger auf dem Kopf und verweile diese Zeit natürlich nicht mehr in der Dusche. ;D Nach dem Auswaschen der Haarkur, liegt es an euch, ob eine saure Rinse nötig ist oder nicht. Ich entscheide da meist nach Lust und Laune zwischen einer Essigrinse, einer Kräuterspülung oder gar nichts. Es kommt ein bisschen darauf an, mit was ich mir meine Haare gewaschen hatte.
Theoretisch lässt sich diese Kur bei jeder Haarwäsche anwenden.

Kokosmilch und Aloe Vera
Die Kokosmilch hinterlässt glänzendes und weiches Haar, fast schon flauschig. Da die Milch viel Feuchtigkeit spendet und die Haare gut genährt werden, werden sie bei mir nach der Kur schneller wieder fettig, daher würde ich die Milch nicht mehrere Stunden einwirken lassen. Experimentiert damit gerne mal etwas herum, wenn ihr möchtet. Eine Möglichkeit ist, die Milch nur in die Längen oder Spitzen zu geben.
Überprüft unbedingt vorher, ob ihr Aloe Vera auf der Haut vertragt. Manche Menschen reagieren mit Ausschlag und gereizter Haut auf Aloe Vera Gel. Ich vertrage es allerdings ohne Probleme und wende es ebenfalls gerne im Gesicht oder für Wunden an. Aloe Vera ist entzündungshemmend und wundheilend, sowie feuchtigkeitsspendend. Es lohnt sich also durchaus, die Haarpralinen in die Kopfhaut einzumassieren, um damit zum Beispiel trockene Schuppen in den Griff zu bekommen.

